Ich stand beim letzten Wocheneinkauf an der Kasse und hatte gerade alles in meine Klappbox und Einkaufstasche gepackt, als ich den Preis sah: über 100 €! Das tat richtig weh – vor allem war es eigentlich gar nicht so viel …

Sicher geht es dir beim Einkaufen im Supermarkt auch so: Obwohl dein Einkaufswagen nur halb gefüllt ist, kostet es ein Vermögen. Damit bist du nicht allein – auch ich merke, dass vieles immer teurer wird. Gegen diese Tatsache allein können wir nichts tun. Aber ich habe 7 praktische Tipps für dich, wie du im Supermarkt bewusster einkaufen kannst. Mit diesen Tipps sparst du nicht nur Geld, sondern auch Nerven!

Ich bin gespannt, was du davon hältst und ob du alle schon kanntest. Lass es mich gerne über einen kurzen Kommentar wissen!

Schnellüberblick: Die 7 Tipps auf einen Blick

  • Einkaufsliste (geteilt mit Partner/Familie)
  • 1–2 feste Einkaufstage + Restetag
  • Angebote nur bei echtem Bedarf
  • Vorräte erst nach 3-mal-Regel
  • Eigene Prioritäten (80/20-Budget)
  • Vertrauter Supermarkt + feste Route
  • Nie hungrig einkaufen

1. Wie vermeidest du Spontankäufe? – Einkaufsliste schreiben

Diesen Tipp kennst du vermutlich schon. Es ist eigentlich ganz simpel:

Schreibe dir vor dem Einkauf genau auf, was du brauchst, und kaufe dann auch nur das ein. Wenn du deinen Supermarkt sehr gut kennst, gerne in der Reihenfolge, in der du durch den Markt gehst.

Damit erreichst du, dass du wirklich das kaufst, was du brauchst, und nichts vergisst. Wenn meine Einkaufsliste nur im Kopf existieren würde, würde ich vermutlich die Hälfte vergessen – insbesondere, wenn ich mit den Kindern einkaufen bin.

Sobald ich mir aufschreibe, was ich kaufen möchte, nehme ich weniger Unnötiges mit. Das kommt vor allem daher, dass ich viel zielgerichteter durch den Laden gehe. Ich bleibe weniger stehen und schlendere nicht so sehr umher. Mein Fokus bleibt auf dem, was ich brauche.

Die Einkaufsliste kannst du auch über eine Notizen-App mit deiner Familie oder deinem Partner teilen. So sieht jede*r gleich, was noch gebraucht wird. Damit vermeidest du ärgerliche Doppelkäufe – und ihr tragt den Einkauf gemeinsam.

Frau im Supermarkt, die bewusst einkauft in der Obst und Gemüse Abteilung

2. Wie sparst du Zeit und Geld? – Seltener einkaufe

Indem du nicht täglich einkaufen gehst, sondern nur 1–2 Mal in der Woche, kaufst du automatisch bewusster ein. Damit du nämlich nicht öfter in den Supermarkt musst, planst du deine Woche und die Mahlzeiten vorher (zumindest grob). Nur nach Gefühl einzukaufen führt oft dazu, dass zwar viel zu essen da ist, sich daraus aber nicht unbedingt leckere Gerichte zaubern lassen.

Plane auch einen Restetag ein, an dem Übriggebliebenes verarbeitet wird. Daraus kannst du zum Beispiel eine „Picknickplatte“ machen und alles anbieten, was du noch daheim hast. Bei uns sind daraus schon unerwartet schöne Mahlzeiten entstanden.

Vorteile von 1–2 Wocheneinkäufen:

  • Du gibst weniger Geld aus, da du vorab planst, was du brauchst.
  • Du vermeidest Einkaufsstress, da du nicht jeden Tag einkaufen musst.
  • Dein Mental Load reduziert sich, weil die Mahlzeiten für die Woche schon geplant sind.
  • Angebote lassen sich besser einplanen, da du den Mahlzeitenplan und die Einkaufsliste darauf abstimmen kannst.

Ich versuche, die Mahlzeiten sonntagabends zu planen und dann gleich die passende Einkaufsliste zu schreiben. So kann ich vermeiden, samstags einkaufen zu gehen, wenn es am vollsten ist. Für mich passt es nicht, nur einmal pro Woche einzukaufen. Zum einen kaufe ich Fleisch frisch von der Metzgerei oder der Fleischtheke – das wäre nicht die ganze Woche haltbar. Daher gehe ich meist am Anfang der Woche und gegen Ende der Woche einkaufen.

Dass das nicht jede Woche klappt, möchte ich an dieser Stelle auch sagen. Das sind dann aber bewusste Entscheidungen, öfter in den Supermarkt zu gehen – manchmal auch einfach nur, weil mein Sohn es sich wünscht. Natürlich gehört das genauso dazu. Es wäre nicht sinnvoll, sich immer dogmatisch an die Vorgabe zu halten, nur 1–2 Mal pro Woche einzukaufen.

3. Wie nutzt du Angebote richtig, ohne in die Rabattfalle zu tappen

Werbeprospekte dienen mir als Anhaltspunkte, und ich plane meine Gerichte teilweise danach – etwa bei Fleisch oder anderen eher teuren Produkten. Ich finde es aber nicht zielführend, Dinge nur deshalb zu kaufen, weil sie im Angebot sind.

Damit du dir besser vorstellen kannst, was ich meine, eine kleine Anekdote aus dem Leben meiner Tante:

Mein Onkel, ihr Mann, war sehr sparsam und auf bewussten Konsum bedacht – leider übertrieb er es manchmal ein bisschen. So kam es vor, dass er nach der Arbeit noch zwei Kisten Kiwis mit nach Hause brachte, weil sie im Angebot und sehr günstig waren. Meine Tante stand dann vor der Herausforderung, zwei Kisten Kiwis zu verarbeiten.

Vielleicht musstest du jetzt auch schmunzeln, so wie ich, als ich die Geschichte das erste Mal gehört habe. Es spricht natürlich nichts dagegen, manche Dinge vermehrt dann zu kaufen, wenn sie reduziert sind. Aber nur noch auf den Preis zu schauen und dafür anderes nicht mehr zu kaufen, ist nicht immer sinnvoll.

Vor Massenangeboten würde ich teilweise abraten. Bei einem Nudel-Angebot „2 kaufen, 1 gratis“ schlage ich gerne zu – schließlich sind Nudeln sehr lange haltbar, und es schadet nicht, ein paar Packungen auf Vorrat zu Hause zu haben.

Wenn es allerdings um Nüsse geht und ich sie nur zum Backen verwende oder sehr selten esse, kaufe ich trotz Angebot nur eine Packung. Was bringen mir drei Packungen zu Hause, wenn ich nur eine verbrauche? Die anderen würden wahrscheinlich ranzig werden – und ich würde sie wegwerfen.

Fazit: Achte bei Angeboten immer darauf, ob sie zu dir und deiner Situation passen.

4. Vorräte clever planen – statt zu viel einzukaufen

Mir ging es mal so: Ich habe ein neues Gericht ausprobiert – ich glaube, es war ein Curry. Es schmeckte uns allen, und wir wollten es öfter machen. Also habe ich beim nächsten Einkauf einige der Zutaten gleich mehrfach mitgenommen. Es stellte sich aber heraus, dass das Curry zwar lecker war, sich jedoch nicht reibungslos in unsere Gerichte-Sammlung einfügte. Wir kamen einfach nicht dazu, es wieder zu kochen.

Die Vorräte wurden zwar nicht schlecht, weil wir es rechtzeitig bemerkt haben, aber ich würde sie nicht erneut auf Vorrat kaufen. Vielmehr würde ich das Gericht erst mal in unsere Sammlung aufnehmen, öfter kochen und dann mit der Zeit sehen, ob sich eine Bevorratung lohnt. Bei vielen Dingen reicht es völlig, sie in der benötigten Menge im Wocheneinkauf zu besorgen.

5. Fokussiere dich auf das, was dir beim Einkaufen wirklich wichtig ist

Möchtest du möglichst günstig einkaufen, auf regionale Waren setzen oder vor allem Bio-Lebensmittel kaufen? Finde heraus, was dir wichtig ist – und warum. Nur weil deine Eltern immer Bio gekauft haben, musst du das nicht auch tun, und du brauchst deshalb auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Jede*r hat hier einen eigenen Schwerpunkt, und das ist richtig so.

Ich versuche, eine für mich passende Balance zu finden. Bei tierischen Produkten kaufe ich nach Möglichkeit Bio. Wenn das nicht geht oder mir zu teuer ist, achte ich auf Regionalität und Haltungsform. Auch bei Obst und Gemüse schaue ich nach Bio – mir sind hier aber Ausgewogenheit und Abwechslung für die Kinder ebenso wichtig. Nur Äpfel und Bananen wird auch langweilig. Bei allen weiteren Produkten ist mir Bio nicht so wichtig, und ich achte stärker auf Preis bzw. Geschmack.

Nach diesen Prioritäten planen wir unsere Einkäufe. Überlege du gerne auch für dich, was dir wichtig ist – und worauf du verzichten möchtest. Für jede*n liegt das Hauptaugenmerk woanders. Hilfreich finde ich ein 80/20-Budget: In 80 % der Fälle achtest du auf Preis/Herkunft/Alltagsware; 20 % sind „Herzensartikel“, bei denen du dir und deiner Familie bewusst etwas gönnst. So hast du beides: achtsamen Einkauf und Platz für Besonderes.

6. Warum hilft dir Einkaufen im vertrauten Supermarkt, bewusster zu kaufen?

Du kennst es vermutlich aus dem Urlaub: Einmal in einem unbekannten Supermarkt – und wir brauchen doppelt so lang. Umgekehrt geht der Einkauf umso schneller, wenn wir uns gut auskennen. Das kannst du für den Wocheneinkauf nutzen: Es geht viel schneller, wenn du weißt, was wo steht.

Nicht nur das: Ich kaufe dann auch viel weniger Überflüssiges, das ich eigentlich nicht brauche. Häufig wandern Dinge in den Einkaufswagen, weil ich an Artikeln vorbeikomme, die interessant aussehen oder gerade im Angebot sind – einfach, weil ich auf der Suche nach den Lebensmitteln auf meiner Einkaufsliste bin.

Teilweise steckt dahinter ein Marketingkonzept: Kund*innen möglichst lange im Geschäft halten. Verläuft man sich, kommt man an mehr Artikeln vorbei – und die Kaufchance steigt.

Das passiert in einem Supermarkt, in dem wir uns gut auskennen, deutlich weniger. Ich persönlich bin auch viel gestresster nach einem Wocheneinkauf in einem größeren und weniger vertrauten Laden.

Kassenzettel eines Supermarkt Wocheneinkaufs

7. Warum nicht hungrig einkaufen? – der einfachste Spartipp überhaupt

Diesen Tipp hast du vermutlich schon gehört: Geh nicht hungrig einkaufen.

Hungrig nimmst du unbewusst viel mehr mit nach Hause, als wenn du satt und zufrieden bist. Was ich schon gekauft habe, nur weil ich vor dem Mittagessen – und nicht danach – in den Supermarkt gegangen bin … Dabei geht es nicht nur um Süßigkeiten und Snacks. Auch andere Produkte wandern „einfach so“ mit.

Zu Hause merke ich das häufig erst beim Einräumen. Klar, den Essensplan für den Rest der Woche kann ich dann oft noch anpassen. Ärgerlich finde ich es trotzdem, weil ich den Punkt in der Planung eigentlich schon abgehakt hatte und jetzt erneut Energie investieren muss.

Dementsprechend versuche ich zu vermeiden, mit Hunger in den Supermarkt zu gehen.

Fazit – bewusst einkaufen ohne Stress und Konsumdruck

Am Ende geht’s für mich nicht darum, jeden Cent zu kontrollieren, sondern meinen Alltag leichter zu machen: weniger Stress im Laden, weniger „Ach-egal“-Käufe und dafür mehr Sicherheit, dass zu Hause alles da ist, was wir wirklich brauchen. Mit einer klaren Liste, 1–2 festen Einkaufstagen und einem ehrlichen Blick auf Angebote fühlt sich Einkaufen wieder souverän an – nicht wie ein kleiner Marathon.

Und natürlich bleibt Raum für Ausnahmen: ein spontaner Metzgerei-Besuch, eine Tüte Lieblingschips, ein Ausflug in den Laden, den mein Sohn sich wünscht. Bewusst einkaufen heißt für mich nicht „nie“, sondern gezielt – mit gutem Gefühl.

Wenn du Lust hast, dranzubleiben und dir regelmäßig ruhige, alltagstaugliche Impulse für bewusstes Einkaufen und weniger Konsumstress zu holen, dann trag dich gerne in meinen Newsletter ein. Dort teile ich neue Artikel, kleine Methoden und ehrliche Einblicke aus unserem Familienalltag – ohne Druck, aber mit Wirkung.

Ich bin schon gespannt, welcher Tipp dir am meisten geholfen hat. Schreibe mir gerne eine E-Mail an selina@souveraen-kaufen.de und erzähle mir davon.